31. März 2026, Dienstag

Frau in Hamburg-Altona von Wolf gebissen. Mist, allein diese Nachricht sind wieder 0,1 Prozent für die AfD.

Nach dem kristallklaren Leitartikel von Charlotte Parnack in der Zeit mehren sich die Meinungstexte in großen deutschen Tageszeitungen (gestern in der Süddeutschen), die darauf hinweisen, dass es nicht okay ist, Männer unter Generalverdacht zu stellen, genauer: einen Mann anzuspucken, anzuschreien und ihm die Menschen- und Bürgerrechte abzusprechen, nur, weil er ein Mann ist. Ich fühle mich gut verteidigt, Danke. Gleichzeitig: Heyyyy, das wäre doch gar nicht nötig gewesen! Ich persönlich zum Beispiel kenne noch viele Frauen, die mich nicht allein deshalb hassen, weil ich ein Mann bin.

Männerhass, so erklären die Leitartiklerinnen weiter, sei auch nicht im Sinn des Feminismus und der Revolution — man brauche die Männer schließlich noch als Verbündete. Hier gehe ich ganz klar mit und sage: Count me in.

Claudius Seidl großartiger Text über den Sex der Kim Novak. These: Nicht Sydney Sweeney, die Novak in einem Biopic verkörpern wird, ist zu sexy für Novak, Novak selbst — vor allem, wenn sie hochgeschlossene Kostüme trug (Vertigo) –– war schon immer zu sexy für Kim Novak. Typische Claudius-Seidl-These, es macht ihm halt so einen Spaß: „Man darf in diesem Zusammenhang aber nicht Kim Novak mit Kim Novak verwechseln.“ Klar, klar.

ChatGPT befragt, in welchem Kino — in einem Radius von hundert Kilometern von 95173 Schönwald — Richard Linklaters Nouvelle Vague gezeigt wird. Da gibt es leider nichts. Nächste Kinos: Leipzig, Dresden, München.