10. Februar 2026, Dienstag
Die ganz eigene Sorte Gespräche, die man mit Dr. Jacklestone — the man on the Harvester — führt. Sein Prinzip: Er lacht, sucht immer einen Grund, sich zu freuen, er hat aus tiefstem Grunde gute Laune. Wenn er von Festmetern erzählt, von Sturmschäden, Kronenbrüchen, Faulstellen, von astfreiem Langholz für die Sägewerke Weiser, Künzel und Kaiser, von den Sortimenten à vier Metern, 5,10 Meter und 2,50 Meter, it always happens with a big smile on his face.
Soeben meldet sich ein Martin bei ihm, das ist der John-Deere-Händler, der ihm im Herbst das letzte Wald-Fahrzeug verkauft hat. Die Software spinnt, muss neu geladen werden.
Weißt du, wo ich bin, fragt Jacklestone seinen Martin.
Sicher weiß er das, so Martin, er trackt doch alle John-Deere-Harvester, die er im letzten Jahr verkauft hat, über GPS auf seinem iPad, er kann also immer einfach nachschauen, wo Jacklestone sich mit seinem Neufahrzeug gerade hinbewegt.
„Den Kaffee für dich mit Milch, Thomas?“
„Komm halt einfach her, Martin.“
„Geht klar.“
Währenddessen: Mr. Randolph macht bittere Witze über unsere Regierung und den Zustand unseres Landes. Hintergrund: Sein Auto ist kaputt, schon wieder, und auf der Autowerkstatt geht nichts voran. Bei mobil.de mal geguckt, da verlangen sie für Schrottautos 7.000 Euro, da wärst du doch einfach blöd. In Randolphs Logik — vielleicht hat er einen Punkt, ich kann das schwer beurteilen: „Die Ukraine kriegt von uns, was sie gerade braucht, aber im eigenen Land kommen wir mit den Ersatzteilen nicht hinterher. Das ist doch eine Scheiße.“ Scheiße! Scheiße!
Fürst Harald Schmidt meldet sich noch mal aus dem Off (keine Ahnung, wo er mittlerweile arbeitet — hat er noch irgendeine Bühne, jenseits dieses Komödien-Stadls in Nürtingen, wo er noch ab und zu auftritt?). Er spricht für alle, die in den letzten zwanzig Jahren im Zug versucht haben, eine Zeitung zu lesen:
„Wer beruflich im Zug telefoniert, macht was falsch, finde ich. Kannst‘ gleich ein Schild drum machen: Bin ein Loser.“
Soll gegen 15 Uhr eintreffen und wird schon freudig erwartet: Paul Seehausen, Held aus Deutschboden I und II in 16792 Hardrockhausen/ Zehdenick.
Was möchte uns der nasse Schnee im Wald sagen, der schwer und fest und grau die Waldböden verschließt und nicht schmilzen möchte?
Vielleicht das: Versteh, Mensch, dass das graue kalte Nass die Schwachen vollends erschlaffen und aufgeben lässt — die Starken aber, zu denen du gehörst, erschaffen Großes! Wirf deine Fantasie an, deine besten Launen, deine Einbildungskraft, deine schwersten und am dunkelsten brodelnden Motoren, ERSCHAFFE WELTEN, du müder, alter Mann, motherfucker, komm, komm, trotz der Wintermüdigkeit!
Okay.
Okayy.