19. September 2025, Freitag
Der Blick vom Forstbüro-Fenster, im Erdgeschoss gelegen: ins Grün hinein. Und auf eine schon etwas müde, schlaffe Rose.
Kühle, nasse, gleichzeitig warme Luft.
The Vöglein.
Das wird heute wieder warm.
Von oben, im dritten Stock: klassische Musik, was hört man da? SMS an den Onkel, gegen 8.50 Uhr: Was spielst du da für Musik?
Oh ja, das zweite Brahms-Klavierkonzert, erster Satz, Backhaus, Schuricht, sehr lebendig. Jetzt geht es in den 2. Satz: „Celloschnulze, aber schön.“
Ganz hinten, hinter den Parkbäumen, rauscht die Autobahn.
Der Förster darf heute Morgen ruhig später das Büro betreten, entschuldigt, er war gestern, so wie an all diesen September-Abenden, kurz vor Haarwechsel, auf der Jagd.
Was ist das bitte für ein wundervolles Leben?
Bei Dunkelheit: Mit dem motherfucking E-Bike vom Pfarrhaus kommend, etwa fünf Kilometer lang, durch den stockdunklen Wald nach Hause. Totale Finsternis. Unsicher gefühlt.
Die Idee: Jetzt greift eine Bache gleich das E-Fahrrad an (totaler Quatsch, natürlich: Eine Wildsau attackiert ein E-Bike? Noch nie gehört. Das ändert ja nichts daran, dass die IDEE trotzdem gut ist).
#Normalität