28. Juli 2025, Montag

Guten Morgen aus dem Regenwald in 95173 Oberfranken.

Berlin war ja auch noch kürzlich. Alle Einzelheiten vergessen. Wir langweilten uns ein wenig. Wir checkten es null. Gut war, glaube ich, ein vietnamesisches Lokal auf der Kantstraße, auf der Höhe, auf der gleich fünf, sechs gute asiatische Lokale hintereinander liegen (Good Friends, der Achtziger-Jahre-HipHop-Chinese, Madame Ngo etc.). Wir waren zur Mittagszeit da, gleich nachdem wir unseren Subaru Forester E-Boxter — wie so dödelige Berlin-Touristen vom Land, die wir ja auch sind — in einem Parkhaus hinter der Wilmersdorfer Straße geparkt hatten.

Herrliche Party zu meinem 55. in Sophienreuth.

Auszug aus der Gästeliste:
(…)
Genau, die waren alle da!
Peter Handke ließ sich als Überraschungsgast noch sehen, es war schon nach 24 Uhr — er wieder, dieser Peter. Ich hatte ihn lange nicht gesehen, freute mich wirklich sehr (so einer muss kein Geschenk mitbringen, sein altes Hundegesicht ist Freude genug, das weiß er aber auch).

Christl: wieder absolut wunderbarer Auftritt am gestrigen Stammtisch, ich kann ganz schwer sagen, warum.

„Ich nehme den weißen Presssack, Christl, Gürkchen dazu.“
Kein Wort zu viel, sie bringt als Vorspeise eine köstliche Pfifferlingrahmsuppe. Dann: vertrauliche Gespräche draußen im Hausflur an der Schöller-Eistruhe, dieses noch und jenes noch.
„Also, bis ganz bald, Moritzle.“
Genau so.

Gespräch mit Bauer Günther, ein noch mal anders prächtiger Mann. Er weist darauf hin, dass der Weg zum Alten Pfarrhaus mal wieder gemulcht werden müsste — ich hatte kurz vergessen, was „Wege mulchen“ noch mal konkret bedeutet, lag mit meiner Vermutung, noch während das Gespräch stattfand, aber offenbar richtig.
„Danke, Günther, das gebe ich erscht amol so weiter. Sonst so?“. Passte so weit. A bissl Sonnenschein wäre halt auch nicht schlecht (das Heu reinbringen, wie gesagt wurde).

Francesco zu Lobenstein lud per SMS zu einem Rehbock ein.
„Es ist Blattzeit. Neun Uhr, um zwölf ist die Sache vorbei.“
Sehr schönes Angebot. Nur leichte Planungsengpässe wegen kommender Sommerurlaube.
Ginge es auch nach dem 8. August?
„Das wäre dann Nachbrunft, nicht mehr Hochbrunft.“
Also, Nachbrunft!
So eingetragen. Wir besprechen das noch mal. Auch hier: genau so.

Gewinner Trump, Verlierer Europäische Union (Ann-Kathrin Nezik in der SZ).

Versuche, die tiefere Wahrheit hinter dem Regen, Regen, Regen zu erkennen, es gibt sie, so viel ist klar. Man könnte jetzt ganz platt sagen: Regen ist Leben, aber die Sache geht ja noch tiefer. I tät mal sagen: Der Regen, das ist, wenn sich die Natur an Tresen auf ein paar Glaserl Alkoholfreies trifft, und alle san gut drauf. HAHA!

Michael Rehwagen bringt zur besten Frühe-Biere-Zeit, um 17.10 Uhr, einen Kasten Gamperlbräu – frisch aus dem Kühlregal im E-Center Selb — vorbei, (Gamperlbräu Pils, seit 1514, „Das Bier, bei dem die Würze stimmt“), als Austausch für den Kasten Rauchbier, den ich leider überhaupt nicht mochte. Passt! Passt! Schenga Donk.

Der ekelhafte Horst Mahler ist tot, okay.