31. Juli 2025
Sizilien, irgendwo an der nördlichen Küste, eine gute Autostunde von Palermo, gen Osten, Messina, immer am Meer entlang:
Ab acht Uhr morgens am Pool. Melting down, das Hirn wird sehr schnell weich. Und versucht, den gemeinsamen Nenner von Blau, anderem Blau und noch mal ganz anderem Blau zu entschlüsseln (ist doch ganz einfach, man bleibt einfach liegen und guckt es sich weiter an). Und langsam tauchen hinten im flachen Blau die Jim-Knopf-artigen Hügel der Äolischen Inseln auf. Welches ist da noch mal die Insel mit dem Vulkan? Egal.
Sirroflöt.
Rückosahn.
Sansoflurr.
Fruchtoblock.
Glückoblöök.
Schnarchosurr.
Pennosaahn.
Bratoschluck.
Auschillogurrrr.
Durchatmojackjackjack …
Christian Kämmerling schickt einen Song auf Pizza-Italienisch:
„Icke dachte mal/
Mine Lebe isse Schreibtisch/
Aber icke weiss nisch/
Ick dachte mal/
Mine Lebe isse …“ (und immer so weiter).
HAHAHA!
„Es war aber alles verpfuscht.“ Sebastian Haffner, Abschied (Roman Hanser, 2025).
Es muss keinen Sinn ergeben. Es reicht, wenn da einer, der noch jung ist — 24 — schreibt (Paris, die Stadt der Liebe, 1930).
Gero von Boehm schrieb: „Sizilien — ja, das ist das Eigentliche.“
Und ich schrieb zurück:
„Ja, plus vieler Mückenstiche. Also, das Eigentliche plus vieler Mückenstiche.“
Und er, Gero, pflichtete jetzt mir wiederum bei, in seiner bekanntermaßen so angenehm klugen und feinen Art.
An einen kleinen Baum, genauer: eine Korkeiche gelehnt, zwischen Pool und Meer und weit über der Bucht vor der Stadt Cefalù gelegen, stand die im gesamten Mittelmeerraum am besten aussehende Holzleiter. Oder einfach: die schönste Holzleiter, die ich in meinem Leben bisher hab schauen dürfen.