8. Januar 2026, Donnerstag

An diesem Punkt fordert Meldungen aus dem Wald ein Umdenken in der Berichterstattung deutscher Medien, Achtung:

Es ist mir egal, ob Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister Berlins, mittags oder am späten Nachmittag Tennis spielen geht. Noch mal anders gesagt: Ich mag die Vorstellung, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner morgens eine Pressekonferenz gibt und mit dem Krisenmanagement eines Stromausfalls beschäftigt ist und schon mittags, gegen zwölf, eine Runde Tennis spielt — Krisenmanagement und Tennisspielen passen für mich 1A zusammen, er soll möglichst viel auf dem Tennisplatz stehen und Tennis spielen gehen. Mir ist es sogar lieber, Kai Wegner läuft irgendwo in Berlins wohlhabendem Südwesten, der im Fadenkreuz von schwachsinnigen Links-Kitschisten steht — in Zehlendorf, Wannsee oder Lichterfelde — in Tennishosen einem gelben Ball hinterher, als dass er, sagen wir, über eine öde Social Media Strategie mit hippen, öden Berliner Social Media Strategen konferiert.

Weiter noch: Dürfte ich irgendwo ankreuzen, ob Kai Wegner mittags schön ein Glas Louis Roederer Cristall Champagner trinken darf oder nicht, ich würde ankreuzen: Er soll bitte ein köstliches Glas Champagner trinken, ich steuere da gerne meinen Anteil Steuergeld bei, dass er mittags schon leicht eine leichte Champagne Dizzyness hat und so auf die viel geforderten kreativen Lösungen kommt — ich glaube an Regierende Bürgermeister, die auf Champagner drängende Probleme der Hauptstadt lösen.

Anders gesagt: Die moralische Kleins-, Kleinst-, Kleinst-Beharkung von Bürgermeistern, Stadtabgeordneten, Stadträten, Landräten und sonstigen Lokalpolitikern muss aufhören, es möchte sonst bald niemand mehr diese massive unattraktiven, trostlosen, unglamourösen und vergleichsweise schlecht bezahlten Jobs nachgehen. Wir brauchen aber einen aus Berlin-Spandau stammenden Sohn eines Bauarbeiters und einer Einzelhandelskauffrau, der sich nach einem Realschulabschluss für Bundeswehrdienst und eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann entscheidet, mit lässiger Zuversicht seine Berlin-Spandau-artige Halbglatze trägt und sagt: Ich sehe mich als Regierenden Bürgermeister anödenden Verwaltungs-Shit erledigen und mittags bissl Tennis spielen, das bin ich! Bleib stark, Herr Regierender Bürgermeister. Alles klar.

Heute auf dem Tageskalender des Forstwirts:

Rechnungen.
Handwerker-Telefonate.
Rausschauen in das weiße Weiß. Heute auch der Himmel: weiß.

Heute morgen um neun: Wie immer schon sehr unterhaltsames Durchkämmen der Weltlage mit Mr. Randolph, am Feldrand in Wüstenbrunn neben der Kleingartensiedlung stehend.